Zusätzliche Meißen- und Schlösserfahrten – Keine Tour mehr nach Böhmen

Es ist bei der Sächsischen Dampfschiffahrt mittlerweile Tradition, dass im Zwei-Jahres-Rhythmus ein neuer Fahrplan aufgelegt wird. Bislang zahlten sich die Veränderungen für das Unternehmen immer in barer Münze aus – sofern die Elbe „mitspielte“. Darauf hofft man nun auch 2008.
Kerneinsatzgebiet der „ältesten und größten Raddampferflotte der Welt“ bleibt Dresden. Hier locken die Schlösserfahrten schon bislang die meisten Passagiere an, und das soll noch ausgebaut werden. Denn in der Hauptsaison startet von Dienstag bis Donnerstag zusätzlich ein Schiff um 19.00 Uhr nach Pillnitz und zurück. Unter dem neuen Titel Brückentour verbirgt sich die bisherige Welterbetour – wohl wissend, dass man eben nicht weiß, ob das Dresdener Elbtal im kommenden Jahr noch zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen wird…
Zuwachs erhofft sich die Geschäftsleitung auf der Strecke elbabwärts in Richtung Meißen. Die Dom- und Porzellanstadt an der Sächsischen Weinstraße wird donnerstags bis samstags mit einem zusätzlichen Schiff – einem der beiden Typ III-Motorschiffe „Bad Schandau“ und „Lilienstein“ – um 10.45 Uhr ab Dresden angefahren.
Gen Sächsische Schweiz startet die Große Elbtallinie, die in der Regel von den Salonschiffen „August der Starke“ und „Gräfin Cosel“ durchgeführt wird, künftig schon um 9.00 Uhr statt um 9.15 Uhr. Eingestellt werden die Fahrten ins tschechische Decin – fortan geht es in der Sommersaison um 9.30 Uhr von Pirna aus nur noch bis Schmilka und über Königstein noch ein zweites Mal dorthin, bevor die Rückfahrt in die Kreisstadt der Sächsischen Schweiz angetreten wird.
Ein paar Worte zu den Fahrpreisen, die um durchschnittlich zwei Prozent gegenüber jenen aus diesem Jahr steigen werden. So wird die Tageskarte um 50 Cent teurer als 2007 ausfallen, sie kostet dann 20,50 EURO. Eine Schlösserfahrt schlägt künftig mit 14,80 EURO statt 14,50 EURO zu Buche. Einige Tarife, etwa die Stadtrundfahrt oder die Familienkarte, bleiben allerdings auch stabil. Aus dem Angebot genommen wird der bisherige Montagsrabatt von 20 Prozent. Somit bleibt die beste Offerte die DampfschiffCard Plus, mit der man für einmalig 10,- EURO das ganze Jahr außer samstags zum halben Preis mitfahren und zudem noch ein Essen verspeisen kann. Eine Konstante, die wirklich zu begrüßen ist.
mitgeteilt von Michael Hillmann

Rekordergebnis bei der Sächsischen Dampfschiffahrt

Michael Lohnherr, dem Geschäftsführer der Sächsischen Dampfschiffahrts GmbH & Conti Elbschiffahrts KG, waren der Stolz und die Freude anzumerken, als er am 27. Juli 2007 im Hilton-Hotel Dresden vor die Gesellschafter trat. Denn ihnen konnte er verkünden, dass die „älteste und größte Raddampferflotte der Welt“ im Geschäftsjahr 2006 ein Rekordergebnis erzielt hatte. 1,4 Millionen EURO betrug der Jahresüberschuss bei einem Umsatz von 9,2 Millonen EURO – und das, obwohl das Frühjahrshochwasser für einen um drei Wochen verspäteten Saisonstart verantwortlich gezeichnet hatte. Damit konnte das Unternehmen wieder einmal seinen Ruf als Branchenprimus unterstreichen. Stärkster Umsatzbringer war die Große Elbtallinie von Dresden bis Königstein bzw. Bad Schandau. Nach Passagierzahlen rangierte allerdings wieder die Schlösserfahrt nach Pillnitz an vorderster Stelle. Insgesamt gingen im letzten Jahr 759.000 Fahrgäste bei Linien-, Sonder- und Charterfahrten an Bord.
Zum hervorragenden Ergebnis konnte abermals der Cateringpartner Die Flotte Schiffsgastronomie GmbH beitragen. 433.000 EURO betrug die Überlassungsgebühr, die in die Kasse der Dampfschiffahrt floss. Die jahrelange gute Zusammenarbeit fand ihren Niederschlag in einer Vertragsverlängerung zwischen beiden Gesellschaften bis 2012.
Was Michael Lohnherr mit Nachdruck betonte, war die Tatsache einer verbesserten Liquidität. Seit Juni 2006 ist die Firma frei von Bankschulden. Kein Grund, die Flotte nicht auch weiterhin nach vorsichtigen kaufmännischen Prinzipien zu steuern. Denn, so der Geschäftsführer: „Das nächste Hoch- oder Niedrigwasser kommt ganz bestimmt. Wir wissen nur nicht, wann.“ Also heißt es vorzusorgen.
Da man im laufenden Geschäftsjahr von derartigen Naturereignissen bislang verschont blieb, äußerte der Unternehmenschef den Optimismus, zum Jahresende mit ähnlichen oder sogar noch besseren Zahlen als im Vorjahr abzuschließen. So konnte im 1. Halbjahr – in welchem erstmals auch durchgängig Winterfahrten im Fahrplan standen und das sonnige Wetter schon im April für volle Dampfer sorgte – bereits eine Umsatzsteigerung um 600.000 EURO im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2006 verzeichnet werden. Wenn die Witterung und die Elbe dem Vorhaben nicht einen Strich durch die Rechnung machen, könnte der Wunsch nach einer erneuten Erfolgsbilanz also in Erfüllung gehen. Zumal der hohe Stand an Vorbuchungen zeigt, wie attraktiv die einmalige Flotte inmitten der reizvollen Landschaft rund um Dresden unverändert ist.
mitgeteilt von Michael Hillmann

Clubschiff JOHANN STRAUSS soll Hotel werden

Nach einer Meldung der Österreich Zeitung vom gestrigen Tage soll das jetzige Clubschiff JOHANN STRAUSS, der 1970 außer Dienst gestellte Raddampfer der Donau-Dampfschifffahrtsgesellschaft, rechtzeitig zur Fußball Europameisterschaft 2008 in ein exklusives Suiten-Hotel mit 20 bis 25 Zimmer umgebaut werden. Seit 1970 ist die 1950 gebaute DDS JOHANN STRAUSS als Restaurant und Tanzcafé fest am Donaukai verankert. Die JOHANN STRAUSS wurde aus dem Rumpf der DS CARL LUDWIG von 1853 und der Maschine der DS ERZHERZOG FRANZ FERDINAND von 1913 zusammengebaut.